VfB Lübeck lässt in Husum nichts anbrennen
Regionalligist setzt sich mit 11:2 klar durch
 
Fotos vom Spiel!

Husumer SV - VfB Lübeck  2:11 (2:4)

Husum. Das hatte sich der Husumer Anhang sicherlich anders erhofft, doch die Pokalsensation im heimischen Friesenstadion blieb am Freitag Abend aus. Mit einer herben 2:11 (2:4) Niederlage schied die Husumer SV im Achtelfinale des SHFV-Pokals aus und wurde aus allen Träumen gerissen.

Leider nur knapp 350 Zuschauer wollten das erste Saison-Highlight miterleben. Eine kleine Enttäuschung, hier hatte man sich sicherlich mehr erhofft. Doch Dauerregen und böiger Wind stand dem entgegen. Der VfB Lübeck zeigte sofort, das er sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, die nächste Runde erreichen wollte. Mit sehr viel Engagement setzten die Marzipanstädter eine erste Duftmarke, drängten die Gastgeber mit schnell vorgetragenen Angriffen immer wieder in die Defensive. Die SV versteckte sich nicht, machte zumindest in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel. Immer wieder setzten die Spieler von Christian Heider Nadelstiche in die Lübecker Abwehr, sorgten für kurzzeitige Verwirrung und wurden mit zwei Toren belohnt.

„Wir haben heute Lehrgeld gezahlt,“ gab Husums Trainer Christian Heider nach Spielende zu Protokoll. „Ich bin aber mit der ersten Halbzeit zufrieden, die Zuschauer haben doch einen tolles Pokalspiel miterlebt.“

VfB-Trainer Peter Schubert hätte gerne noch mehr Tore von seiner Mannschaft gesehen. „Ich hätte mir besonders in der ersten Halbzeit noch mehr Tore gewünscht. Meine Mannschaft ist hohes Tempo gegangen, hat den Gegner ernst genommen.“

Die Gäste setzen die Nordfriesen sofort unter Druck. Bei den mit viel Tempo vorgetragenen Angriffen hatten die Gastgeber alle Hände voll zu tun, überstanden nur die ersten zehn Minuten schadlos. Marcel Gebers nutze einen Torwartfehler zum frühen 0:1 (10.). Drei Minuten später tankte sich Emir Zekjiri sehenswert auf der rechten Seite durch, Duspara brauchte nur noch einzuschieben. Das dritte Lübecker Tor besorgte Andre Senger nach 19 Minuten. Mit dem Anschlusstreffer durch Jonas Heider (35.), der ein Missverständnis im Lübecker Abwehrverbund geschickt ausnutzte, keimte Hoffnung im Husumer Lager auf. Doch postwendend kam die Lübecker Antwort: Duspara stellte mit einem trockenen 16-Meter-Schuss den alten Abstand wieder her (37.). Kurz vor dem Seitenwechsel Jubel im Friesenstadion. Sebastian Kiesbye erzielte den zweiten Husumer Treffer. Einen sehenswerten Angriff über die rechte Seite durch Claus schloss der Stürmer erfolgreich ab (42.).

Im zweiten Durchgang wurden den Nordfriesen dann Ihre Grenzen aufgezeigt, es fehlte einfach die Dynamik und das Durchsetzungsvermögen  auf Husumer Seite. Jetzt fielen die Tore wie reife Früchte – und das auch noch unter Husumer Mithilfe. Lukas Martinen schob nach einer scharfen Hereingabe das Leder ins eigene Netz (60.). Duspara, Kadah  und Senger schraubten das Ergebnis bis zur 75. Minute auf 2:8. Die SV bekam kein Bein mehr auf den Boden, der Regionalligist war einfach übermächtig. Nach einem Doppelschlag vom eingewechselten Ulaga in der 79. Minute musste sogar die Husumer Anzeigetafel ihren Dienst einstellen. „Eine 10 haben wir einfach nicht,“ stellte ein deprimierter Ex-Vorstand Sven Weisshaar klar - noch nie hatte eine zweistellige Zahl angezeigt werden müssen.

Es sollte noch schlimmer kommen für die Hausherren, denn Duspara netzte noch zum 2:11 Endstand ein (87.) und zeigte damit deutlich auf, das die Bäume in Husum nach den Erfolgen der Vorsaison nicht in den Himmel wachsen.

„Ein verdienter Sieg des VfB,“ stellte Christian Heider fest. Ich hätte nur gerne die Lübecker Reaktion bei einem möglichen Anschlusstreffer gesehen.“ Diesen Treffer verhinderte jedoch Schiedsrichter Bornemann mit einem sehr umstrittenen Abseitspfiff kurz nach dem Wechsel - Sebastian Kiesbye hätte nur noch einzuschieben brauchen. 



Tore: 0:1 Gebers (10.), 0:2 Duspara (13.), 0:3 Senger (19.), 1:3 J. Heider (35.), 1:4 Duspara (37.), 2:4 Kiesbye (42.), 2:5 Martinen (60/Eigentor), 2:6 Duspara (63.), 2:7 Kadah (69.), 2:8 Senger (75.), 2:9 Ulaga (79./Elfmeter), 2:10 Ulaga (79.), 2:11 Duspara (87.)

Zuschauer: 343
Schiedsrichter: Michel Bornemann

Husumer SV: Ralfs – Ja. Heider, Rettkowski, Schröder, Martinen (73. Göndüz) – Claus (68. Halawani), Alioua (46. Cornils), Siegfried, Steglich, Kiesbye – Jo. Heider.

Hl 24.07.2011


Vier Tore von Duspara – und auch Kadah mischt wieder mit
Landespokal: VfB Lübeck siegt in Husum 11:2

Husum – Der VfB Lübeck hat ohne Probleme das Viertelfinale im Landespokal erreicht. Die Grün-Weißen gewannen beim SH-Liga-Aufsteiger Husumer SV mit 11:2 (4:2) und treffen nun auf den Preetzer TSV (0:2 bei Gut Heil Lütjenwestedt).

Trainer Peter Schubert ließ Gebers als Sechser auflaufen (Kluk spielte in der Innenverteidigung) – mit der Kapitänsbinde. Er wurde nicht wie in den vergangenen Jahren vom Coach bestimmt, sondern von der Mannschaft gewählt. Gebers’ Stellvertreter sind Lange (konnte gestern nicht spielen, er war im Training umgeknickt) und Duspara. Zum Mannschaftsrat gehören außerdem noch Cornelius, Richter und Schaffrath.

Erstmals spielte Deniz Kadah offiziell beim VfB mit. Der Stürmer hatte vorher einen Einjahresvertrag unterschrieben. Der Name des 25-Jährigen war im Zusammenhang mit dem Wettskandal gefallen. Kadah und sein Berater Dr. Oliver Wendt haben dem VfB angeblich schriftlich versichert, dass der Spieler in keinster Form in den Skandal verwickelt gewesen sein soll.

Kadah erzielte vor 343 Zuschauern auch das 1:0 mit einem Freistoß (11.). Husums Keeper Ralfs sah dabei nicht gut aus. Duspara nach Pass von Zekiri (13.) und Senger nach einem Solo (19.) erhöhten auf 3:0. Nach Abstimmungsproblemen in der VfB-Defensive verkürzte Heider (35.). Duspara traf aus 16 m zum 4:1 (37.). Nach einem eigenen Eckball kam Husum zu einem Konter, Kiesbye erzielte den zweiten Treffer des SH-Ligisten (42.).

Zweite Halbzeit: Das muntere Toreschießen ging weiter. Ein Eigentor von Martinen sorgte für das 5:2 (61.), danach erhöhten Duspara (63., 87.), Kadah (69.), Senger (75.) und Ulaga (78. mit Foulelfmeter, 79.) auf 11:2. Vor dem Elfer wurde Cornelius (mit Glatze) gefoult.

„In der ersten Halbzeit mussten wir mehr Tore schießen“, sagte Schubert. „Nach der Pause haben wir das Tempo durchgezogen und bis zum Ende hoch gehalten. Das haben wir gut gemacht.“
PWD/HL

So spielte der VfB: Melzer – Samide (75. Okada), Kluk, Schaffrath, Steinwarth – Gebers – Zekiri (68. Winkelmann), Senger, Cornelius – Duspara, Kadah (75. Ulaga).

Quelle: Lübecker Nachrichten 23.07.2011

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