Ziel ist der Klassenerhalt Nach zwei Jahren in der Verbandsliga Nord-West ist die Husumer SV zurück in der höchsten Landesklasse. Souverän schaffte die SV den Aufstieg mit 103:45 Toren und elf Punkten Vorsprung vor TuRa Meldorf und erreichte das selbst gesteckte Ziel, innerhalb von drei Jahren den Sprung in die Schleswig-Holstein-Liga zu schaffen, vorzeitig.
Vorfreude auf die neue Klasse empfindet Husums Trainer Christian Heider, in der seine Schützlinge allerdings "Nobodys" sind. Nur wenige Akteure haben bereits Erfahrung in dieser Spielklasse sammeln können. „Wir spielen von Anfang an gegen den Abstieg. Aber meine Spieler haben Potential. Ich freue mich darauf zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln.“ Nach der kurzen, nur 14-tägigen Sommerpause hat Heider den Kampf um die Stammplätze eröffnet. Mit einem Trainingslager, zahlreichen Einheiten und vielen Vorbereitungsspielen – Höhepunkt das Spiel gegen den VfB Lübeck im Landespokal – kristallisiert sich langsam eine Stammformation heraus. „Alle haben gut gearbeitet,“ bescheinigt der Coach seinen Spielern eine gute Einstellung.
Jetzt gilt es für die „jungen Wilden“ wie Marcel Cornils, Nils Schröder und Sebastian Kiesbye den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Geführt werden sie dabei von erfahrenen Spielern Sascha Rettkowski, Sebastian Steglich und Hakim Alioua. Die vielen Neuzugänge geben dem Trainer die Möglichkeit zu variieren. Der Kader wurde in der Breite verstärkt, um auch den Konkurrenzkampf weiter zu schüren. Mit Ian-Precott Claus (Angeln) stieß ein talentierter Angreifer zur SV. Aus Flensburg kamen mit Lukas Martinen, Tanju Hassanoglou und Dogan Göndüz gleich drei Akteure. Flamur Beka (Sylt), Gianluca Siefert (Lindhom), Hakim Alioua (Gadeland) sowie die Torhüter Kevin Ralfs (Hamburger SV) und Stephan Goos (Langenhorn-Enge) komplettieren den Kader.
„Mit den neuen Spielern und dem verbliebenen Kader habe ich alles Jungs, die Fußball spielen können,“ merkt Heider an. Verlassen haben die Husumer Dennis Schulte (Heide), Erion Alla (Rantrum) und in der letzten Woche Momme Reinhold (Arlewatt). Zudem möchte Bastian Ketelsen kürzer treten, Lukas Martinen (USA) und Jan Siegfried (Australien) schmälern die Spielerdecke zeitweise.
Klassenerhalt heißt das große Ziel der Nordfriesen, doch das wird nicht einfach zu erreichen sein. „Viele Mannschaften haben enorm aufgerüstet. Ich erwarte eine Zweiklassengesellschaft. Neun Teams (u.a. Neumünster, Holstein Kiel II, Sylt und Weiche) spielen um den Titel, die anderen gegen den Abstieg,“ prognostizierte Husums Trainer.
Das Auftaktprogramm hat es für die Husumer in sich. Mit der Zweitvertretung des VfB Lübeck stellt sich am 6.August gleich eine Spitzenmannschaft im Friesenstadion vor. Dann trifft man auf Weiche und den FC Sylt. „Mit unserer jungen Mannschaft brauchen wir natürlich auch ein bisschen Glück. Es ist ein langer Weg, aber wir arbeiten hart daran,“ stellt Christian Heider fest.
Eine schwere Saison erwartet die Husumer in der Schleswig-Holstein-Liga. Nur wenn das Team zusammenhält, Tiefschläge wegsteckt und ihr sicherlich vorhandenes Potential ausschöpft, kann dieses Ziel erreicht werden.
Hl 28.07.2011
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